Hilfe für den Zappelphilipp

Die Zahl der diskutierten Ursachen von Unkonzentriertheit eines Zappelphilipps oder einer Traumsuse ist mannigfaltig.

Medizinisch geht man von einer bestimmten Unterfunktion des Frontalhirns aus. Dr. med. Chr. Rohrmann, Schularzt aus Oensingen spricht aus der Sicht des Mediziners über das sogenannte POS- und ADHS-Syndrom.

Erziehungsfehler, wie zu wenig oder zu starke Grenzsetzungen von Seiten der Eltern, Schule und Gesellschaft werden diskutiert. Aber auch unbewusste Konflikte, Mangel an Nahrungsmittelinhaltstoffen, allergische Reaktionen stehen im Verantwortungsfeld.

Konzentration lässt sich nicht erzwingen, weder durch andere noch durch sich selbst. Die blosse Verordnung „jetzt konzentrier dich endlich“ bewirkt meist das Gegenteil. Sie erzeugt Unwille oder verbissenes Wollen. Es wird eng, man fühlt sich unter Druck gesetzt. Angst vor möglichem Misserfolg stellt sich ein. Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet erfordert Konzentration eine innere Bereitschaft. Der eigene Wille, die Eigenwilligkeit ist angesprochen, sich jemandem oder etwas zu öffnen. Dieser Betrachtungsweise, die eher auf die Zusammenhänge von Psyche (Seele) und Soma (Körper) weisen, werden wir aufmerksam Beachtung schenken.

Als Beispiel: Können Sie konzentriert arbeiten, wenn Ihnen jemand ständig „auf die Pelle“ rückt und kontrollierend auf die Finger schaut? - Der Körper würde sich unbewusst einer solchen Belastung durch eine Gegenbewegung „Luft“ verschaffen. Verspannungen im Muskelbereich, Zähneknirschen könnten unweigerlich die Folge sein.

In drei modulartigen Kurssequenzen werden:

  1. die medizinischen Erkenntnisse erörtert
  2. das Wesen der Konzentration und Zerstreuung am eigenen Körper erlebt und reflektiert
  3. die Massnahmen zur Transferplanung ins Elternhaus und in die Schule erarbeitet

Impressionen

vom letzten Zappelphilipp Seminar (PDF, 155 kB)