Impressionen von der Vernissage

 
Fotos: Christine Bobst
 
MuVaKiMa 30.06.17

Integrations-Projekt 

Mutter-Vater-Kind-Malen im Kindergarten West

Nachdem die Elternschaft Anfang Jahr zum Lehrplan 21 orientiert wurde, wurde sie eingeladen, sich mit ihren Kindern regelmässig in unserem Malatelier im Kindergarten künstlerisch zu betätigen. Das Angebot wurde rege benutzt. Schon am ersten Tag war unser Atelier voller Menschen aus verschiedensten Herkunftsländern. Väter und Mütter liessen fleissig die Pinsel sprechen. Bunte und prächtige Bilder entstanden. Die Atmosphäre war wunderbar friedlich. Manch Gespräch zwischen verschiedensten Kulturen kam so zustande. 

Da unsere Jahresthematik sich ganz und gar „Mein Oensingen“ widmet, stellten wir die gemalten Bilder am 30. Juni 2017 an einer Vernissage in der Bibliothek Bienkensaal aus und luden die Bevölkerung zu einem farbigen Anlass ein. Mit strahlenden Augen wurden die Bilder der Videoshow von den  aktiven kleinen und grossen Künstlern im Saal verfolgt. Lauschende Ohren horchten auf das einsetzende virtuose Trommeln der Cajons, bis selbst die ganze Gesellschaft mitpatschte und klatschte. Die traditionellen Lieder aus der Heimat der Kinder, Eritrea, Marokko, Albanien, Australien, Italien, Bosnien oder Serbien zauberte manch Glänzen in die Augen eines Mamis oder Papis. Natürlich durfte auch das „I dr Schwyz, i dr Schwyz“ nicht fehlen, schliesslich führte unsere Kindergartenreise über Basel nach Riechen, wo wir in der Fondation Beyeler die Werke Claude Monets bestaunen durften. Monet und das Bilderbuch von Linea führten uns in die Kunst ein, aber auch Fritz Brack und Brigitte Spiegel der Gäuer Lenzfriends halfen mit, die Kinderschar adäquat in den Fachbereich „Gestalten“ einzuführen.

Nach den gelungen Vorträgen der Kinder durften wir allesamt ein reichhaltiges Apéro mit Köstlichkeiten aus allen Herrenländern geniessen. Mila Meja, die Integrationsbeauftragte der Einwohnergemeinde Oensingen war hell begeistert ob all der rundum gefreuten Zusammenarbeit der Beteiligten. 

Ich danke allen Helfern, der Musikgesellschaft und vor allen Ruedi Burri für die zur Verfügung gestellten Paletten zum Plakatieren sowie den Gemeindearbeitern, die mit Hammer und Schaufel die Paletten aufgestellt haben.  

Susanne Schmid

Auszug aus dem Lehrplan 21 zum Fachbereich „Gestalten“

Unter Bildkompetenz sind Fertigkeiten, Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen zu verstehen, die es Schülerinnen und Schülern ermöglichen, sich in einer von Bildern geprägten Umwelt zu orientieren. Im Unterricht werden die Schülerinnen und Schüler befähigt, Bildwirkungen und -funktionen zu erkennen wie auch subjektiv-biografische und historisch-kulturelle Kontexte zu verstehen.

Schülerinnen und Schüler erwerben Bildkompetenz, wenn sie:

  • Bilder imaginieren, erleben, wahrnehmen, analysieren, interpretieren (Rezeption);
  • Bilder entwerfen, realisieren, verdichten (Produktion);
  • Bilder zuordnen, vergleichen, verstehen (Reflexion);
  • sich mit Bildern mitteilen, über Bilder sprechen (Kommunikation).

Kunstorientierte Methoden

Schülerinnen und Schüler nutzen Denk- und Arbeitsweisen, wie sie in der Kunst zur Anwendung kommen (z.B. Umgestalten, Variieren, Kombinieren, Verfremden). Im Unterricht erhalten sie Gelegenheit durch kunstorientierte Methoden vielfältige Begegnungen und Auseinandersetzungen mit Bildern und Kunstwerken zu erleben. Dabei werden sie aufgefordert ungewohnte Perspektiven einzunehmen, Grenzen auszuloten und eigene Gewohnheiten zu durchbrechen. 

Fachbereichslehrplan Kompetenzenaufbau

BG.1 | Wahrnehmung und Kommunikation

A |Wahrnehmung und Reflexion

  1. Die Schülerinnen und Schüler können bildhaft anschauliche Vorstellungen aufbauen, weiterentwickeln und darüber diskutieren.
  2. Die Schülerinnen und Schüler können Bilder wahrnehmen, beobachten und darüber reflektieren.
  3. Die Schülerinnen und Schüler können ästhetische Urteile bilden und begründen.

B| Präsentation und Dokumentation

Die Schülerinnen und Schüler können bildnerische Prozesse und Produkte dokumentieren, präsentieren und darüber kommunizieren.

[Quelle Lehrplan 21]

Fritz Brack, Mitglied der Lenz Friends

April/Mai 2017
 
 
 
März 2017